Fragen an die Tierärztin?

Sorgen Sie sich um Ihr Haustier? Allgemeine Fragen zu Verhalten, Pflege und Ernährung beantwortet Dr. Vegani unter der E-Mail-Adresse tierarztfragen@nussbaummedien.de.

Es wird versucht, all ihre Fragen zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass keine Auskünfte zu akuten Erkrankungen Ihres Tieres möglich sind. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an einen Tierarzt in Ihrer Nähe.

Eigene oder fremde Katze

Hallo Frau Dr. Vegani,

vor etwa vier Jahren ist uns eine kleine Katze zugelaufen. Sie ist weder tätowiert noch trägt sie ein Halsband. Anfangs war sie sehr bissig und scheu, ließ sich nicht anfassen und kratzte sofort. Wir vermuten, dass sie entweder niemandem gehörte oder misshandelt wurde und weggelaufen ist. Sie ist Freigängerin und verbringt sommers viel Zeit interwegs, winters liegt sie gern bei uns in der Wohnung. Zum Fressen hat sie außer uns wahrscheinlich noch weitere Anlaufstellen. Mittlerweile ist sie sehr zahm und schmust sogar.
Wie können wir feststellen, wem sie gehört hat? Macht das nach dieser Zeit noch Sinn?

Können wir die Katze zu „unserer“ machen?

Wie können wir die Katze ohne Papiere tierärztlich versorgen lassen (Impfungen,…)? Ist das überhaupt erlaubt?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Liebe Tierfreundin,

läuft einem ein Tier zu oder findet man ein Haustier, sollte man als aller erstes durch einen Tierarzt oder das örtliche Tierheim kontrollieren lassen , ob es tätowiert oder gechipt ist.
Ist dies der Fall, kann unter Umständen über ein sogenanntes Haustierregister der Besitzer ausfindig gemacht werden. Dies ist aber nur möglich, wenn der Besitzer das Tier hat registrieren lassen.
Ansonsten sollte das Fundtier beim örtlichen Tierheim  oder beim Ordnungsamt (hier am besten schriftlich) gemeldet werden. In Absprache ist es möglich, das Tier in dieser Zeit bei sich zuhause zu pflegen, in Absprache mit dem Tierheim oder des Amtes werden dann auch manchmal anfallende Tierarztkosten erstattet.
Rechtlich gesehen hat der Vorbesitzer 6 Monate Zeit Besitzansprüche anzumelden, nach 6 Monaten kann er das Tier nicht mehr zurückfordern.
Sobald man sich um eine Katze kümmert/füttert und kein anderer Besitzer vorhanden ist, gehört der betreuenden Person die Katze.
Nach 4 Jahren besteht also rechtlich gar kein Problem , selbst wenn sich ein Vorbesitzer noch mleden sollte. Sie können die Katze also auch ohne Probleme impfen oder andersweitig tierärztlich behandeln lassen.
In meinen Augen macht es keinen Sinn zu versuchen den Vorbesitzer herauszufinden, denn die Katze hat sich nun gut bei Ihnen eingelebt und hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Bezug mehr zu seinem Vorbesitzer, zumal es auch fraglich ist, ob sie einen solchen je besessen hat, da Sie schilern, dass sie ursprünglich sehr scheu und bissig war.

Ihre
Dr.Vegani

Katze benutzt Katzenklo nicht

Sehr geehrte Frau Dr.Vegani,

wir haben eine 12 Wochen alte Katze. Ging anfangs auf`s Katzenklo (c. 1 Monat problemlos). Seit ein paar Tagen meint sie aber, sie muß ihr Häufchen irgendwo in der Wohnung absetzen. Zuerst war`s die Badewanne. Seit da Wasser drin ist, sucht sie sich einen Teppich oder sonstwo auf dem Boden.  Katzenklo ist sauber und Fressen hat sie auch genug. Auch die Streicheleinheiten kommen nicht zu kurz. Was kann das sein? Was können wir tun ?

Lieber Tierfreund,

da Sie nichts Gegenteiliges schreiben, gehe ich davon aus, dass der Stuhlgang Ihrer Katze normal ist.
Als Ursache bei normalem Stuhlgang kommen mehrere Dinge in Frage:
– Ablehnung des Katzenstreus , dies kann auch ohne Streuwechsel der Fall sein
– Anwendung von Desinfektionsmittel oder parfümierten Reinigern oder Toilettendeos
– Umstellen des Katzenklos
– Wurde die Katze eventuell während sie die Katzentoilette benutzte gestört oder erschreckt?
– Haben Sie das Modell  des Katzenklos geändert(von offen zu geschlossen oder umgekehrt) ?
– Hat sich an der häuslichen Situation etwas geändert?, Unsauberkeit ist oft ein Protestverhalten, schon Kleinigkeiten wie anderes Futter, geänderte Spielzeiten, geänderte Arbeitszeiten, anderer             Tagesablauf kann ein solches Verhalten hervorrufen.
-Manche Katzen möchten gerne ein zweites Katzenklo, um Urin- und Kotabsatz in unterschiedlichen Katzenklos verrichten zu können
-Futter- oder Trinknapf in der Nähe der Katzentoilette

Ich würde Ihnen anraten, eine zweite Katzentoilette aufzustellen, ggf das Katzenstreu zu wechseln, auf intensiv riechende Reiniger zu verzichten und ggf die Toilette umzustellen.
Baldrian oder Katzenminze können dazu animieren, die Toilette gerner aufzusuchen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Ihre
Dr.Vegani

Auwaldzecke

Sehr geehrte Frau Dr.Vegani,

welche Symptome treten auf, wenn die Auwaldzecken Katzen befallen?

Danke!

Lieber Tierfreund,

die Auwaldzecke befällt meist Hunde und größere Haus- und Wildtiere ,nur ausnahmsweise die Katze. Sehr selten können durch die Auwaldzecke bei Katzen Babesien („Hundemalaria“) übertragen werden, diese können zu hohem Fieber und einer Zerstörung der roten Blutkörperchen führen.Andere Erkrankungen , die von Zecken übertragen werden können sind die Zeckenlähmung, wahrscheinlich in sehr seltenen Fällen FSME, sehr selten Borreliose (hierüber bestehen aber kontroverse Ansichten) und Anaplasmose.Die Zeckenlähmung wird durch ein Zeckengift ausgelöst, welches manche Zecken bilden können.

Sie führt zu einer Schwäche und dann Lähmung der Hinterbeinen und kann schließlich auch die Atemmuskulatur lähmen und dadurch den Tod herbeiführen, wird jedoch die richtige Zecke rechtzeitig entfernt, dann kann die Lähmung sich wieder zurückbilden. Leider kann man nicht sehen , welche Zecke das Gift produziert, so dass alle Zecken entfernt werden müssen.FSME , Borreliose und Anaplasmose können Fieber, Gelenkprobleme , schlechtes Allgemeinbefinden,Lähmungen und Gehirnhautentzündung auslösen. Die Therapie besteht bei Anaplasmose, Babesiose und Borreliose in Antibiotikagaben und bei FSME in einer rein unterstützenden Therapie. Die Prognose hängt vom Krankheitsstadium und vom Immunsystem der Katze ab.

Insgesamt aber werden nur extrem selten diese Erkrankungen durch Zecken auf Katzen übertragen ganz im Gegensatz zum Hund. Häufig kommt es allerdings an den Bissstellen zu Hautinfektionen einerseits durch den Zeckenbiss selbst und andererseits durch Juckreiz an diesen Stellen, die die Katze dazu veranlasst zu kratzen und zu lecken.

Ihre
Dr.Vegani

Auwaldzecke

Sehr geehrte Frau Dr.Vegani,

welche Symptome treten auf, wenn die Auwaldzecken Katzen befallen?

Danke!

Lieber Tierfreund,

die Auwaldzecke befällt meist Hunde und größere Haus- und Wildtiere ,nur ausnahmsweise die Katze. Sehr selten können durch die Auwaldzecke bei Katzen Babesien („Hundemalaria“) übertragen werden, diese können zu hohem Fieber und einer Zerstörung der roten Blutkörperchen führen.Andere Erkrankungen , die von Zecken übertragen werden können sind die Zeckenlähmung, wahrscheinlich in sehr seltenen Fällen FSME, sehr selten Borreliose (hierüber bestehen aber kontroverse Ansichten) und Anaplasmose.Die Zeckenlähmung wird durch ein Zeckengift ausgelöst, welches manche Zecken bilden können.

Sie führt zu einer Schwäche und dann Lähmung der Hinterbeinen und kann schließlich auch die Atemmuskulatur lähmen und dadurch den Tod herbeiführen, wird jedoch die richtige Zecke rechtzeitig entfernt, dann kann die Lähmung sich wieder zurückbilden. Leider kann man nicht sehen , welche Zecke das Gift produziert, so dass alle Zecken entfernt werden müssen.FSME , Borreliose und Anaplasmose können Fieber, Gelenkprobleme , schlechtes Allgemeinbefinden,Lähmungen und Gehirnhautentzündung auslösen. Die Therapie besteht bei Anaplasmose, Babesiose und Borreliose in Antibiotikagaben und bei FSME in einer rein unterstützenden Therapie. Die Prognose hängt vom Krankheitsstadium und vom Immunsystem der Katze ab.

Insgesamt aber werden nur extrem selten diese Erkrankungen durch Zecken auf Katzen übertragen ganz im Gegensatz zum Hund. Häufig kommt es allerdings an den Bissstellen zu Hautinfektionen einerseits durch den Zeckenbiss selbst und andererseits durch Juckreiz an diesen Stellen, die die Katze dazu veranlasst zu kratzen und zu lecken.

Ihre
Dr.Vegani