Chöre singen für den Frieden in der Ukraine

Nussbaum Stiftung spendet 5.000 Euro für die Geflüchteten in Eppingen

Die Welle der Begeisterung erfasste die hintersten Zuschauerreihen und strömte zurück zur Bühne der Gartenschau Eppingen. Das Publikum erhob sich und feierte die Chöre, Solisten und Instrumentalisten aus Eppingen und Umgebung, aus der Ukraine, Russland, Belarus und Kasachstan. Gemeinsam waren sie musikalisch in den Frieden gezogen und gaben ein mitreißendes emotionales Zeichen für Frieden, Respekt und Völkerverständigung.

„I have a dream – ich habe einen Traum“ der Auftakt-Song, inspiriert von der berühmten Rede Martin Luther Kings, verdeutlichte die Hoffnung, dass den 160 aus der Ukraine Geflüchteten in Eppingen eine neue Heimat gegeben werden kann. Die Deutsch-Russisch-Ukrainischen Gesellschaft Eppingen e. V. und ihre Vorsitzende Nelli Holzki, die auch die Gesamtleitung und musikalische Leitung des Konzerts hatte, weiß, woran es den Frauen und Kindern fehlt. Um die Not zu lindern, spendete Klaus Nussbaum mit seiner Stiftung 5.000 Euro. Es ist für ihn nach eigenen Worten eine Herzensangelegenheit, den geflüchteten Menschen Hilfe und Zuversicht zu geben. Auf der Spendenplattform www.gemeinsamhelfen.de wird weiter für das Projekt „Nothilfe Ukraine – Hilfe vor Ort in Eppingen – Alle für Alle“ gesammelt. Eine spontane Sammelaktion während des grandiosen Konzerts brachte weitere 1.944,64 Euro.

Ergriffen, fast andächtig folgten die Gäste den stimmgewaltigen Chören, die mit nahezu 200 Sängerinnen und Sängern auf der Bühne agierten. Russische und ukrainische Künstlerinnen verzauberten das Publikum mit tief melancholischen Liedern aus ihrer Heimat oder rissen die Menschen mit temperamentvollen Tänzen von den Sitzen. Zu einem fulminanten Schlussakkord wurde die Hymne „Jerusalem“ gemeinsam mit allen Akteuren und dem Publikum. Eine Meisterleistung der Dirigentin Nelli Holzki.

Der außergewöhnliche Erfolg dieses Konzerts wird zu weiteren Aufführungen führen. Darüber sind sich die Organisatoren und die Nussbaum Stiftung einig.

Foto: Günther Thunert