DLRG-Fahrzeug wurde getauft: Motorboot „NUSSBAUM“ fährt künftig Wasserrettungseinsätze

Im Rahmen der Einweihungsfeier der neuen DLRG-Wasserrettungswache in St. Leon-Rot konnte Klaus Nussbaum, Medienunternehmer und Stifter, das neue Mehrzweckboot auf den Namen „NUSSBAUM“ taufen. Rund 40 DLRG-Mitglieder und Gäste wohnten der Bootstaufe am 24. Juli bei.

Achim Schell, 1. Vorsitzender der DLRG St. Leon, dankte Klaus Nussbaum für die großzügige Unterstützung und freute sich, dass das Boot nun endlich getauft werden konnte. Die Corona-pandemie hatte dies bislang verhindert. Bereits am Vortag war das Boot durch die Vertreter der Kirchengemeinden ökumenisch gesegnet worden.

„Seit langer Zeit bin ich Freud und Mitglied der DLRG“, betonte Klaus Nussbaum in seiner kurzen Ansprache. Gerne unterstütze die Nussbaum Stiftung den Verein, der sich zum Wohle aller ehrenamtlich in der Wasserrettung engagiert. Er würdigte besonders die Leistung der DLRG im Rettungsdienst und in der Schwimmausbildung. Die Anschaffung des Bootes sei „eine gute Sache“, unterstrich Nussbaum.

Die bisherigen Boote der DLRG waren für den Einsatz auf Seen sehr gut geeignet, aber für den Einsatz im Rhein nicht ausreichend motorisiert. Der Wunsch nach einem flusstauglichen Boot mit entsprechender Leistung reifte bei der Ortsgruppe über viele Jahre. 2018 wurden erste Angebote eingeholt und geprüft. Im Herbst 2020 konnte das neue Mehrzweckboot angeschafft werden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 44.000 Euro, die durch einen Landeszuschuss, Unterstützung durch die Gemeinde St. Leon-Rot sowie die Spende der Nussbaum Stiftung aufgebracht wurden.

Das neue Boot vom Typ „Highfield OM 540“ ist mit einem 100 PS starken Motor ausgestattet, weiß Christoph Probst, Presseverantwortlicher der DLRG, zu berichten. Es kann auch bei starker Strömung bis zu sieben Personen mit Ausrüstung transportieren. Der Alu-Rumpf des Fahrzeugs ist ummantelt mit Schläuchen aus einem Spezialkunststoff, der speziell für den Außeneinsatz entwickelt wurde. Er ist reißfest, UV- und temperaturbeständig; zudem erleichtert er den Ein- und Ausstieg von Tauchern. Moderne Funkausrüstung gehört ebenso zur Ausstattung, wie ein Sonargerät, um Objekte unter Wasser ausfindig zu machen.

Die NUSSBAUM soll künftig unter anderem für die Ausbildung auf dem Rhein – zum Beispiel von Bootsführern oder Tauchern – genutzt werden. Im gesamten Rhein-Neckar-Kreis bis Mannheim, aber auch im nördlichen Landkreis Karlsruhe kann das Wasserrettungsboot der DLRG ab sofort bei Such- oder Transporteinsätzen dabei sein. (dyh)

Foto (dyh)
Klaus Nussbaum tauft das Mehrzweckboot auf den Namen „NUSSBAUM“.
(v.l.n.r.) Achim Schell, 1. Vorsitzender der DLRG St. Leon, Christine Herzog von der Nussbaum Stiftung, Klaus Nussbaum und Thomas Keilbach, 2. Vorsitzender der DLRG St. Leon

Zahlreiche DLRG-Mitglieder und Gäste waren bei der Bootstaufe dabei.