Holzskulptur “Oswald” vor dem Verlagsgebäude St. Leon-Rot | eine Würdigung unseres Gründers

Mit diesem dreidimensionalen Kunstwerk möchte Senator Klaus Nussbaum, Inhaber und persönlich haftender Gesellschafter der Nussbaum Medien, seinem Vater und dem Unternehmensgründer Oswald Nussbaum ein Erinnerungsmal setzen. Ohne dessen Innovationsgeist und starken Willen, für seine Familie und seine künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine zukunftsfähige Einkommensgrundlage zu schaffen, wäre das Unternehmen Nussbaum nie entstanden. Seit mehr als 60 Jahren besteht der führende baden-württembergische Amtsblattverlag erfolgreich auf dem Markt dank der Initiative eines Mannes: Oswald Nussbaum.

Drei Kugeln hält die Skulptur Oswald in ihrer Hand. Sie stehen für die grundlegende Entscheidung, die Oswald Nussbaum vor der Unternehmensgründung im Jahr 1959 in Weil der Stadt zu treffen hatte. Drei Kugeln ­ drei Entscheidungsmöglichkeiten. Auf der Suche nach einer dauerhaften, periodisch wiederkehrenden Einnahmequelle kamen für ihn drei Möglichkeiten infrage, zwischen denen er abzuwägen hatte: Die Gründung eines Unternehmens der Abfallentsorgung, der Aufbau eines Bestattungsunternehmens oder eine dritte Option, die Gründung eines Amtsblattverlags. Für welche „Kugel“ sich Oswald Nussbaum entschieden hat, bedarf nicht mehr der Beantwortung.

Neben dem Erinnerungscharakter hat dieses Kunstwerk einen unbedingten aktuellen Bezug: Um das Unternehmen Nussbaum Medien auch weiterhin für die Zukunft stabil aufzustellen, bedarf es, immer wieder neu, richtungsweisender, unternehmerischer Entscheidungen. Dieses monumentale Kunstwerk von Josef Lang möchte das in seiner Symbolik versinnbildlichen, nämlich die Notwendigkeit der Entscheidung zum Wohle aller.

Der in Bad Tölz geborene Bildhauer Josef Lang absolvierte nach seiner kaufmännischen Lehre und Tätigkeit zunächst eine Steinmetzlehre, um dann ein Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München als Meisterschüler von Professor Erich Koch zu absolvieren. Mit verschiedenen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, lebt und arbeitet Josef Lang mit seiner Frau Cornelia, selbst auch Holzbildhauerin, in Denklingen bei Landsberg a. Lech.

Josef Lang schenkt mit seinen plastischen Arbeiten Bäumen, die durch Sturm, Dürre oder Insektenbefall zu Schaden kamen und daher gefällt werden mussten, ein zweites Leben. So stammt die 130-jährige Eiche für Oswald aus dem österreichischen Lustenau bei Dornbirn im gebirgigen Bundesland Vorarlberg. Sie war die zentrale Dorfeiche, die schon einmal vom Blitz getroffen und vor zehn Jahren bei einem Orkan entwurzelt wurde. Durch ihren langsamen Wuchs hat sie sehr enge Jahresringe, ihr Holz eine hohe Dichte und ein entsprechend hohes Gewicht.