Nussbaum Medien feiert 60-jähriges Bestehen im Forum am Schloss in Ludwigsburg.

1959 gründete Oswald Nussbaum den Südwestdeutschen Presse- und Wirtschaftsverlag – heute bekannt als Nussbaum Medien mit 570 Mitarbeitern an elf Standorten.

Der runde Geburtstag wurde am 14. Februar mit über 1000 Gästen im Forum am Schloss in Ludwigsburg gefeiert, darunter Prominenz aus Politik und Kultur.

Laudatoren waren Theresa Schopper, Staatsministerin für politische Koordination in Baden-Württemberg, der ehemalige EU-Kommissar und Ministerpräsident Günther Oettinger und die ehemalige Bundesministerin Annette Schavan. Dr. Matthias Kaiser sowie Inhaber Klaus Nussbaum und sein Sohn Alexander sprachen über das Unternehmen.

Theresa Schopper, Staatsministerin für politische Koordination in Baden-Württemberg, ließ Grüße von Ministerpräsident Winfried Kretschmann ausrichten. Starke Mittelständler sind für das Land von großer Bedeutung; „Die Anzahl der Bürgermeister und politischen Vertreter heute Abend zeigt, wie wichtig Nussbaum Medien für die Gesellschaft ist- Ihre Amtsblätter tragen dazu bei, die Demokratie zu stärken.“

Auch Günther Oettinger betonte die Bedeutung von Amts- und Mitteilungsblätter für Gemeinden, Vereine und Parteien. Die Globalisierung lasse den Bedarf nach Heimat und die Frage wachsen, was im Ort eigentlich passiere. Lokale Medien seien noch immer wichtig und stifteten Identität. Die Meinungs- und Pressefreiheit sei weltweit in Gefahr, die unersetzlich für die Demokratie sei.

Annette Schavan hob Merkmale hervor, die Nussbaum Medien ausmachen: „Der Verlag will Kommunikation ermöglichen“, deshalb werden durch die Umsetzung der Digitalisierung neue Wege der Kommunikation geschaffen. Außerdem habe das Unternehmen eine gesellschaftliche Vision und sei mit seinem Forscherdrang und der Schaffung neuer Plattformen (z.B. kaufinBW, jobsucheBW, Ausbau von lokalmatador als individualisierbare App) „ein Vorbild für jüngere Generationen“.

Dr. Matthias Kaiser beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der natürlichen und künstlichen Intelligenz und begleitet Nussbaum Medien beim Prozess der digitalen Transformation. Als Redner und Visionär sieht er den Verlag „für die Zukunft hervorragend aufgestellt“. Lokale Dringlichkeit und Interessen gingen im Internet unter. Zudem werde die Trennung von Meinungen und Fakten immer wichtiger. Auch der Schutz der Privatsphäre durch Nussbaum als Drittanbieter sei gewährleistet, die Daten bleiben „im Ländle“.

Klaus Nussbaums ältester Sohn Alexander kam abschließend zu Wort. Zur Nussbaum-Familie gehören für ihn alle Mitarbeiter, die – teilweise schon seit Jahrzehnten – an einem Strang ziehen, um das Unternehmen voranzubringen. „Als viertes Kind saß Nussbaum Medien immer mit am Tisch“ und sei stets präsent gewesen, so der 21-Jährige.

Schauspieler Richy Müller, der zwischen den Reden, auf einem roten Sessel sitzend, mit Zitaten von Goethe und Theodor Heuss sowie Gedanken von Steve Jobs aufwartete, setzte künstlerische Akzente.

Dieser Part lag in den Händen von Prof. Enno-Ilka Uhde, der des weiteren Künstler wie Daniela Vega (Sopran), Cenk Biyik (Tenor) und die Aurelius Sängerknaben unter der Leitung von Bernhard Kugler, Hsu-Chen Su (Klavier), Martin Bosse-Platière (Flöte), Shinichi Minami (Perkussion) und Vasily Bystrow (Cello) vorstellte.

Die Veranstaltung schloss mit der Europahymne „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven ab.