Der 1. Ehrenpreis der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

 

Am Donnerstag, den 4. Februar 2021, verlieh die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) erstmals den Ehrenpreis für besondere Leistungen im Wald- und Naturschutz an Inhaber Klaus Nussbaum. „Sie gehen mit Mut in die Zukunft“, griff Laudator Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, zu Beginn seiner Laudatio genau den Leitspruch auf, den sich Nussbaum Medien zum 60-jährigen Jubiläum gewählt hat.

Zwar musste die Übergabe im Verlagsgebäude in St. Leon-Rot Corona-bedingt in kleinem Kreis stattfinden, die Botschaft kam jedoch an: „Die Bedeutung des Waldes als die natürliche Lebensgrundlage sowie nicht zuletzt auch für den weltweiten Klimaschutz immer im Blick zu haben, ist Ihre unternehmerische Grundhaltung“, wie Peter Hauk das Engagement von Klaus Nussbaum zusammenfasste.

Projekte für unsere Wälder
2011 gründete Klaus Nussbaum die Nussbaum Stiftung, u.a. mit dem Ziel, benachteiligten Kindern und jungen Menschen durch Bildung bessere und langfristige Perspektiven zu ermöglichen.
2020 entstand die Idee, das WaldMobil der SDW zu unterstützen. Bereits seit 25 Jahren ist dieses unterwegs im ganzen Land, bringt die Schulen zum Wald und den Wald in die Schulen. Mit der Initiative „WaldMachtMut!“ entwickelte die Nussbaum Stiftung und die SDW noch im selben Jahr ein maßgeschneidertes Projekt, das vor allem Schulklassen von Haupt- und Gemeinschaftsschulen über geschulte Waldpädagoginnen und Waldpädagogen den Zugang zum Wald vermittelt.
Auch mit unserer Spendenplattform gemeinsamhelfen.de fördert die Nussbaum Stiftung regelmäßig Projekte der SDW wie bspw. „500 Bäume für Egenhausen“. Ziel dieser Aktion war es, Spenden für die Pflanzung eines Klimawaldes in der Schwarzwaldgemeinde zu sammeln – mit Erfolg. „Ein echtes Vorbild“, meint auch Minister Peter Hauk, das inzwischen landesweit schon einige Nachahmer gefunden habe.

Nachhaltige Produktion
Aber auch bei der Produktion setzen wir auf Nachhaltigkeit. Schließlich verwenden wir für unsere über 380 wöchentlich erscheinenden Amtsblätter und Lokalzeitungen zertifiziertes Papier, das zu einem Viertel aus Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Dauerwäldern besteht und von einem Papierhersteller stammt, der selbst SDW-Mitglied ist. Außerdem wird ebenso jeder Schritt der Verarbeitungskette mit recycelbaren Druckplatten, Strom aus Wasserkraft sowie effizienter Servernutzung nachhaltig umgesetzt. „Wir brauchen Aktivisten wie Sie, weil die Wälder vor dramatischen Herausforderungen stehen“, so das Fazit des Ministers, das dieser mit der Hoffnung verband, „dass Ihr Ideenreichtum, wie man Wald und Gesellschaft etwas Gutes tun kann, nicht versiegen wird und wir auf weitere Projekte in diesem Bereich gespannt sein dürfen.“, unterstreicht Peter Hauk.

Auch Ulrich Kienzler, der als Vertreter der SDW an diesem Abend Klaus Nussbaum den Ehrenpreis überreichte, dankte Nussbaum Medien: Die SDW als eine der ältesten Bürgerinitiativen setze sich bereits seit über 70 Jahren für den Erhalt des Waldes, aber auch für dessen nachhaltige Nutzung ein. Kienzler, im Hauptberuf Leiter des Karlsruher Forstamts, weiß, wovon er spricht: Schließlich kennt er aus eigener Erfahrung die Wichtigkeit des Waldes als CO2-Speicher, Wirtschaftsfaktor und Naherholungsgebiet. Gerade deshalb sei es wichtig, diese bei nachfolgenden Generationen zu verankern, was mit Projekten wie „WaldMachtMut“ und dem Waldmobil auch hervorragend gelänge.

100.000 Bäume pflanzen
Den Ehrenpreis versteht Klaus Nussbaum nicht nur als große Anerkennung, sondern auch als Verpflichtung, dem eingeschlagenen Weg treu zu bleiben. Wichtig ist für ihn, dass jedes Vorhaben “zu Ende gedacht“ wird. Getreu dieser Einstellung sollen in den kommenden 10 Jahren jährlich 10.000 Bäume im Namen von Nussbaum Medien gepflanzt werden. „100.000 Bäume in 10 Jahren – das ist nachhaltig!“

Im Sinne des Umweltschutzes zu handeln, ist für Klaus Nussbaum eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: „Davon Teil zu sein, macht mich stolz und das ist das Fundament dafür, das Geld, das wir als Unternehmen generieren, auch wieder nachhaltig zurückgeben zu können.“ Gemäß der Kernwerte von Nussbaum Medien, zuverlässig, verantwortlich und ehrlich zu handeln, langfristig zu denken, Bildung zu fördern sowie Gemeinwohl und Demokratie zu stärken. „Es ist noch nicht zu spät, wir müssen einfach handeln“, ist Klaus Nussbaum überzeugt.

Papier

 

Wir verwenden ausschließlich umweltfreundliches Papier, das aus Holzstoff besteht. Der verwendete Holzschliff wird aus Durchforstungsholz, das aus zertifizierten Wäldern stammt, gewonnen – ein Beitrag zur ökologischen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

Als Durchforstungsholz bezeichnet man dünne Stämme und abgebrochene Äste und Zweige, die bei der Waldpflege anfallen, aber von der holzverarbeitenden Industrie nicht genutzt werden können. Papier dieser Qualität ermöglicht eine hervorragende Bild- und Textwiedergabe und garantiert eine hohe Archivfestigkeit.

Wussten Sie, dass …?

Wussten Sie, dass das zur Produktion unserer Amtsblätter und Lokalzeitungen verwendete Papier „UPM Matt C“ zu 50 % aus Altpapier stammt? Die restlichen Bestandteile setzen sich aus zertifizierten Holz- und Zellstofffasern zusammen. Das Streichmittel Kaolin, welches das Papier nach der Produktion glatt und bedruckbar macht, wird in der Oberpfalz produziert.

Das Papier beziehen wir aus der Produktionsstätte Augsburg der Firma UPM. Es garantiert, dass die zur Produktion des Papiers verwendeten Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern aus der Umgebung von Augsburg stammen. UPM führt zu 100 % eine Produktkettenzertifizierung für das zur Produktion eingesetzte Holz durch. Diese bescheinigt die Herkunft aus legalen und nachhaltigen Quellen.

Die Umweltfreundlichkeit zeigt sich nicht nur in der Wahl der Rohstoffe sondern auch im Produktionsprozess. So ist der Weg, den die Rohstoffe zu den deutschen UPM Werken auf sich nehmen, sehr kurz. 100 % der Rohstoffe stammen aus Europa, davon 87 % aus Deutschland.

Das eingesetzte Papier ist also ein Produkt, das aus erneuer- und recyclebaren Materialien in nachhaltig geführten Werken produziert wird.

Konsequente Abfalltrennung

 

Ebenso achten wir in St. Leon-Rot auf eine fachgerechte Müllentsorgung. Durch eine konsequente Trennung des Papiers in vier Containern (nur Späne, bedrucktes Papier, unbedrucktes Papier, Kartonage) tragen wir dazu bei, dass unsere Papierabfälle teilweise ohne Wiederaufbereitung für die Neupapierproduktion eingesetzt werden können.

Dimmbare Bürobeleuchtung

 

Im Verlagsgebäude St. Leon-Rot befinden sich Sensoren, die ständig die Lichtverhältnisse im Außenbereich prüfen. Dimmbare Neonleuchten in den Büroräumen werden so sofort herunter gedimmt, wenn die Lichtverhältnisse es zulassen. Gerade in hellen Jahreszeiten wird somit viel Energie eingespart, was unserer Umwelt zugute kommt.

Green IT

 

Im Rahmen einer Umstellung auf eine virtuelle IT-Infrastruktur konnte die allgemeine Serverhardware reduziert werden.

Bereits bestehende Ressourcen können innerhalb dieser neuen Umgebung optimal ausgenutzt werden, während zeitgleich 80 % des vorherigen Hardwarebedarfs eingespart wurde.

Unter diesem Konzept konnte nicht nur eine redundante Hochverfügbarkeit bereit gestellt werden, sondern auch Strom- wie auch Kühlungsbedarf reduziert werden.

Steinfassade verringert Klimaanlagen-Einsatz

 

Durch den Einsatz einer Steinfassade in St. Leon-Rot wird Wärme im Gebäude im Vergleich zu einer Aluminium-Fassade langsamer aufgenommen. Dadurch wird der Einsatz der Klimaanlage an heißen Tagen deutlich verringert.

Öko-Strom

 

Durch unseren 100%-igen Bezug von Ökostrom aus Wasserkraft ergibt sich bei einem Volumen von 3 Millionen kWh/ Jahr eine Ersparnis von 1.791 Tonnen Kohlenstoffdioxyd. Auf diese Weise vermeidet das Unternehmen negative Umweltauswirkungen, verursacht keine radioaktiven Abfälle und trägt damit zu einem respektvollen Umgang mit der Umwelt bei.

Druckplatten

 

Zur Produktion der über 90 wöchentlichen Amtsblätter und Lokalzeitungen, die in St. Leon-Rot produziert werden, benötigen wir jährlich ca. 225.000 Druckplatten. Diese werden von der Firma FUJI-FILM geliefert und unter kontrollierten Bedingungen nach europäischem Standard in den Niederlanden gefertigt. Genau wie bei allen anderen Maschinen und Verbrauchsmaterialien gibt es auch hier deutlich günstigere Angebote aus China, die wir jedoch aus Gründen der ökologischen Verantwortung ablehnen.

Verbrauchte Druckplatten werden nach der Produktion wieder zu 100 % einem Recycling-Kreislauf zugeführt.

Zweiter Wasserkreislauf

 

Schon beim Bau des Verlagsgebäudes in St. Leon-Rot wurden ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt. Das Schmetterlingsdach fängt das Regenwasser auf und speist damit eine 100.000-Liter-Zisterne unter dem Parkplatz. Mit dem aufgefangenen Wasser werden über einen zweiten Kreislauf die Toiletten gespült und die 22.000 m² große Gartenanlage bewässert.

Ziel war die Reduktion des Einsatzes von aufbereitetem Trinkwasser, indem Brauchwasser konsequent aus unserer Zisterne eingesetzt wird.

Sonnenenergie zur Stromproduktion

 

Im Sommer 2011 wurden auf den Dächern der Betriebe Weil der Stadt, Rottweil sowie der Außenstelle Dußlingen Photovoltaikanlagen installiert und in Betrieb genommen.

Die Anlagen produzieren zusammen rund 175.000 kWh jährlich. Dies entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von knapp 35 Einfamilienhäusern (je 5000 kWh pro Jahr bei 4 Personen). Zudem wird der Ausstoß von Kohlendioxid um jährlich etwa 210 Tonnen verringert.

Um eine Herstellung der Anlagen nach deutschen Standards sicherzustellen, wurde ein Hersteller aus Konstanz mit der Produktion der Solarmodule beauftragt.